Darum in die Ferne schweifen - 5 Urlaubstipps für Kleinunternehmer

Urlaub ist für viele Selbstständige ein Fremdwort. Wenn Sie auch selbständig sind, kennen Sie sicher die hohe Verantwortung und Belastung, die die Leitung eines  Unternehmens mit sich bringt. Urlaub bedeutet dann vielleicht nicht nur eine notwendige Auszeit, sondern gleichzeitig eine Herausforderung. Schließlich müssen Sie den Spagat zwischen unternehmerischer Verantwortung, Urlaub und Familie schaffen.
Die in Deutschland üblichen 26-30 freien Tage nehmen sich gerade einmal 22 Prozent aller Kleinunternehmer, rund 19 Prozent von ihnen verzichten sogar vollständig auf Urlaub (Umfrage des britischen Unternehmens Sage). 
Das ist natürlich nicht nur unangenehm, sondern schlägt sich dauerhaft auch auf die Leistung nieder. Schließlich braucht es manchmal Auszeiten, um neue Ideen zu sammeln und den Betrieb wieder mit voller Energie führen zu können. Das werden auch Ihre Angestellten zu schätzen wissen.
Hier finden Sie fünf Tipps, wie Sie es trotz eines vollen Terminkalenders schaffen können, Urlaub zu machen und bewusst zu entspannen.

Work-Life-Balance

Dieses Schlagwort gilt nicht nur für Angestellte, sondern auch Sie als Chef müssen das richtige Gleichgewicht zwischen Beruf und Privatleben finden. Für immer mehr Arbeitnehmer ist diese Balance sogar ein entscheidender Jobfaktor, auch für Sie als Arbeitgeber sollte ausreichend Ausgleich möglich sein.
Das bedeutet für Sie aber nicht nur, dass Sie sich Urlaub nehmen und Zeit für Familie und Privates finden, sondern dass diese Zeit auch wirklich arbeitsfrei ist. Den Hang als Chef immer erreichbar zu sein sollten Sie überwinden, denn ein echter Urlaub braucht auch richtige Auszeiten.
Hinterlassen Sie eine Nummer für betriebliche Notfälle und machen Sie - wenn es nötig ist - in der Mitte des Urlaubs mit Ihren Angestellten ein kurzes Telefonat aus, in dem Sie über den Stand im Betrieb sprechen können. Unbedingt vermeiden sollten Sie aber den ständigen Blick auf das Smartphone und die Arbeit im Urlaub; ansonsten schaffen Sie sich nur einen sonnigeren Arbeitsplatz.

Stellvertreter

 

Jeder gute Chef braucht jemanden, der ihm auch einmal etwas Arbeit abnimmt. Im Urlaub brauchen Sie (mindestens) einen Stellvertreter, der sich um die operativen Geschäfte kümmert. Ihre E-Mails gehen dann an dessen/deren Adresse und Sie sollten das Vertrauen haben, dass sich auch jemand anderes um Ihr Unternehmen und die damit verbundenen Anliegen kümmern kann. Mitarbeiter mit der entsprechenden Erfahrung werden an diesen Aufgaben wachsen und Ihnen so auch abseits des Urlaubs eine gute Unterstützung sein. 

Individuelle Urlaubssaison

Die Hauptsaison mag für den Großteil der Urlauber interessant sein, als Selbständiger haben Sie diesen Luxus nicht unbedingt. Planen Sie Ihren Urlaub so, dass es für Ihr Unternehmen nur minimale Beeinträchtigungen gibt.
Im Einzelhandel sollten Sie also zum Beispiel die Weihnachtszeit meiden. Wenn Sie Ihre Aufträge gut planen und überschauen können, wissen Sie am besten, wann eine gute Zeit ist, den Betrieb temporär an Ihre Mitarbeiter zu übergeben.

Vorbereitung ist alles

Ein guter Plan muss nicht nur sorgsam vorbereitet sein, sondern auch Flexibilität aufweisen. Das bedeutet für Sie, dass Sie Ihre Urlaubsplanung nicht allzu starr vornehmen dürfen.  Gegebenenfalls müssen Sie kurzfristig doch länger im Betrieb bleiben oder aber früher aus dem Urlaub zurückkehren.
Gerade bei Kurzurlauben und Familienreisen, die  in der näheren Umgebung stattfinden, können Sie den Urlaub viel eher genießen, wenn Sie im Urlaubskern wirklich entspannen und nicht noch weite Strecken zurücklegen müssen. Dann haben Sie außerdem die Gelegenheit, noch alles Wichtige zu erledigen, ohne den eigentlichen Urlaub zu belasten.

Offene Karten

Planen Sie frühzeitig mit Ihren Mitarbeitern und halten Sie Kunden und Geschäftspartner auf dem Laufenden. Niemand erhält gerne eine plötzliche Abwesenheitsnotiz, wenn es wirklich dringend ist.
Kündigen Sie Ihre Abwesenheit im Vorfeld an und geben Sie Kunden die Chance, sich darauf vorzubereiten und Kontakt mit Ihren Stellvertretern aufzunehmen. Und im Unternehmen sollte ohnehin jeder wissen, wie ein Arbeitstag ohne Sie abläuft. Ob Ihre Mitarbeiter tatsächlich den Betrieb in Griff haben, sollten Sie dabei trotzdem erst einmal in Form eines Kurzurlaubes testen.

Urlaubszeit, schönste Zeit

Gönnen Sie sich Auszeiten - auch und gerade wenn viel Verantwortung auf Ihren Schultern ruht. Urlaub und Reisen sind keine verlorene Zeit, sondern Zeit der Regeneration, die Sie brauchen, um effizienter weiterarbeiten zu können. 

Machen Sie sich also keine Sorgen, die Welt wird sich in der Regel auch in Ihrer Abwesenheit noch weiter drehen.

 

Bildnachweis: Fotolia.com

 

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